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Wurdest du mit Geld dazu verleitet, Guthaben zu überweisen?

„Ich habe einen Beitrag in den sozialen Medien über eine Stelle als „Mitarbeiter*in für Zahlungsabwicklung“ gesehen. Es hörte sich perfekt für Studierende an. Ich musste nur Geld auf mein Konto empfangen, 10 % behalten und den Rest an eine Krypto-Wallet senden. Ich habe es 3 Mal gemacht und EUR 300 verdient.“

„Dann wurde mein Konto gesperrt. Ich habe erfahren, dass das Geld von einem anderen Konto gestohlen wurde. Jetzt habe ich einen Betrugsvermerk in meiner Akte, ich wurde von der Universität verwiesen und ich kann nicht einmal ein Konto eröffnen oder einen Telefonvertrag abschließen."

Zusammenfassung

Diese Situation tritt ein, wenn eine Person angeworben wird, ihr persönliches Konto zu verwenden, um gestohlenes Geld zu empfangen und zu überweisen. Dies wirkt selten auf den ersten Blick kriminell. Stattdessen wird es oft als seriöses Angebot für einen Job von zu Hause aus, eine Rolle als Investment-Agent*in oder sogar als Bitte von jemandem, den du kennengelernt hast, getarnt.

Die Masche ist fast immer die gleiche: Du erhältst eine Zahlung auf dein Konto, behältst einen kleinen Prozentsatz als „Kommission“ oder „Gebühr“ und überweist dann den verbleibenden Betrag auf ein anderes Konto oder kaufst damit Kryptowährungen.

Selbst wenn du nicht weißt, dass das Geld aus einer Straftat stammt, machst du dich strafbar, wenn du dein Konto auf diese Weise benutzen lässt. Du beteiligst dich dann nämlich an Geldwäsche. Kriminelle nutzen Geldmäuse, um einen „Bruch“ in der digitalen Spur zu verursachen. Das erschwert es der Polizei, gestohlene Gelder zurückzuverfolgen.

Häufige Warnsignale

  • Ignoriere Jobanzeigen für „Easy Cash“: Sei bei Stellenbeschreibungen, die „Zahlungsabwicklung“, „Geldüberweisungen“ oder „als lokaler oder lokale Vertreter*in“ für ein Unternehmen im Ausland vorsichtig. Kein seriöses Unternehmen wird dich jemals bitten, Geld des Unternehmens über dein privates Konto zu transferieren.
  • Vorsicht bei Anfragen über soziale Medien: Betrüger*innen zielen oft über soziale Medien auf Studierende und junge Menschen. Sie locken dort mit Anzeigen, die „schnelles Geld“ oder „Auszahlungen am selben Tag“ versprechen. Sie können sich auch als Freund*in eines Freundes oder einer Freundin ausgeben, der oder die „nicht auf das eigene Konto zugreifen“ kann und braucht dich, um eine Erstattung für sie zu empfangen.

Bewährte Sicherheitspraktiken

  • Dein Konto ist nur für dein Geld: Das ist die goldene Regel der persönlichen Finanzen. Lass niemals eine andere Person dein Konto verwenden, unabhängig davon, wie sehr du ihr vertraust oder wie verzweifelt ihre Geschichte klingt. Wenn du gestohlenes Geld bewegst, bist du diejenige Person, die gesetzlich für die Transaktion verantwortlich gemacht wird.
  • Prüfe jede Möglichkeit: Bevor du eine Rolle annehmen, die mit der Handhabung von Geld verbunden ist, suche online nach dem Firmennamen in Verbindung mit dem Wort „Betrug“. Wenn das Unternehmen kein physisches Büro, keine eingetragene Telefonnummer hat oder die Webseite sehr neu ist, handelt es sich wahrscheinlich um eine Tarnung für kriminelle Aktivitäten.