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Gehebelte und inverse ETPs

Sowohl gehebelte als auch inverse börsengehandelte Produkte (ETPs) sind in erster Linie für kurzfristige Handels- oder Absicherungsstrategien vorgesehen und aufgrund der täglichen Zinseszinsen und hohen Volatilität in der Regel nicht für eine langfristige Anlage geeignet.

Gehebelte und inverse ETPs nehmen täglich eine Neuausrichtung ihrer Engagements vor, was ein Risiko durch den Zinseszinseffekt einführt. Daher können ihre Renditen über längere Zeiträume erheblich von dem Vielfachen des zugrunde liegenden Index abweichen. Dies macht sie für eine Buy-and-Hold-Strategie ungeeignet.

Die Preise von ETPs können nicht immer genau mit dem zugrunde liegenden Index korrelieren, insbesondere in Zeiten von Marktstress oder emittentenspezifischen Kreditereignissen (Tracking Error).

Was ist ein gehebelter ETP?

Gehebelte ETPs sollen das Ziel verfolgen, das 2- oder 3-fache der täglichen Wertentwicklung eines Basiswerts zu erzielen. Wenn beispielsweise der zugrunde liegende Index an einem Tag um 1 % steigt, könnte ein 2-fach gehebelter ETP das Ziel verfolgen, um 2 % zu steigen.

Hebelwirkung verstärkt Verluste, was diese Produkte volatiler und riskanter als nicht gehebelte ETPs macht. Darüber hinaus kann die tägliche Zinseszinsrechnung die Rendite über längere Zeiträume beeinflussen, unabhängig von der Wertentwicklung der Basiswerte.

Was ist ein inverser ETP?

Inverse ETPs sind darauf ausgelegt, die gegenläufige tägliche Wertentwicklung eines Basiswerts zu erzielen. Wenn beispielsweise der zugrunde liegende Index an einem Tag um 1 % fällt, könnte ein 1x Inverses ETP darauf abzielen, um 1 % zu steigen.

Inverse ETPs sind äußerst riskant. Verluste werden vergrößert, wenn die Anlage steigt, und die tägliche Aufzinsung kann die langfristige Rendite beeinträchtigen, unabhängig von der Wertentwicklung der Anlage.